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Die KI-Allergie: Warum KI-Texte abschrecken

Warum scrollen wir bei manchen KI-Texten sofort weiter? Ich erzähle von meinen Tests mit Pangram und davon, was beim Überarbeiten unserer Artikel verloren ging. Du erfährst, wie dein eigener Wortlaut erhalten bleibt und wie ich selbst KI für diesen Podcast nutze.

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Das Wichtigste in Kürze (TL;DR)

  • Mit KI-Allergie meine ich das Misstrauen, das beim Lesen austauschbarer KI-Texte entstehen kann. Gerade bei persönlichen Angeboten zählt, ob deine eigene Stimme erkennbar bleibt.
  • In meinen Tests machten übernommene Originalpassagen einen deutlichen Unterschied. Die Ergebnisse von Pangram sind jedoch Einschätzungen eines Detektors und kein Beweis für Urheberschaft oder fachliche Qualität.
  • Eine fachliche Freigabe verändert den Wortlaut eines Textes nicht automatisch. Prüfe deshalb zusätzlich, ob du die Sätze selbst so sagen würdest.
  • Sprich dein Thema zunächst frei ins Handy. Aus deinen Erklärungen, Vergleichen und Beispielen kann KI anschließend einen übersichtlichen Artikel aufbauen.
  • Ich nutze KI auch für meine Podcast-Skripte. Entscheidend sind für mich eine eigene Grundlage, menschliche Kontrolle und ein offener Umgang mit der Arbeitsweise.

Drei Sätze gelesen und schon weitergescrollt

Du scrollst durch deinen Feed. Da ist ein Beitrag über Fütterung, Training oder Physiotherapie. Der Beitrag ist sauber geschrieben, fachlich völlig in Ordnung, ein schönes Bild dazu. Und irgendwo in dir macht es Klick. Du denkst dir: Das ist KI.

In genau dem Moment ist der Beitrag für dich erledigt. Du liest nichts zu Ende, du merkst dir den Namen nicht. Der Inhalt war vielleicht völlig richtig. Egal, du bist raus.

Ich nenne das die KI-Allergie. Damit beschreibe ich eine Beobachtung, die mir bei Texten und Bildern immer häufiger begegnet. Auch Menschen, die selbst täglich mit KI arbeiten, kennen dieses Gefühl. Ich gehöre dazu, obwohl ich hier einen ganzen Podcast über KI mache.

Für Selbstständige in der Pferdewelt kann das unangenehm werden. Du möchtest zeigen, wie du arbeitest, was du weißt und warum man dir sein Pferd anvertrauen kann. Wenn deine Texte dabei klingen wie die Beiträge von fünf anderen Accounts, geht ein Stück von dem verloren, was dich ausmacht. Das betrifft genauso Menschen, die außerhalb der Pferdewelt mit ihrer Erfahrung und Persönlichkeit arbeiten.

In dieser Folge habe ich deshalb genauer hingeschaut: Auf typische Formulierungen, auf unsere eigenen Artikel und auf meine Podcast-Skripte. Bei den Tests kam einiges heraus, mit dem ich vorher nicht gerechnet hatte.

Welche Formulierungen nach KI klingen

Eine Handvoll Muster taucht so häufig auf, dass sie einem irgendwann ins Auge springt. Diese Gegenüberstellung zum Beispiel: „Es ist nicht nur das eine, sondern vor allem das andere.“ Oder unspezifische Lobwörter wie „umfassend“, „ganzheitlich“, „nachhaltig“ und „individuell“, ohne dass anschließend etwas Konkretes kommt.

Dann diese ständige Bedeutungsaufladung, bei der jede Kleinigkeit sinnbildlich für irgendetwas steht. Die sauber gebauten Dreierlisten. Der Fazitabsatz, auch wenn längst alles gesagt ist. Und der lange Gedankenstrich, über den ich mich in Folge 21 über gute deutsche KI-Texte schon ausführlich ausgelassen habe.

Keines dieser Merkmale beweist, dass eine KI den Text geschrieben hat. Menschen benutzen solche Formulierungen selbstverständlich auch. Mir geht es um den Gesamteindruck: Alles klingt glatt, aber ich höre die Person dahinter nicht mehr.

Bei Bildern passiert etwas Ähnliches. Dieses goldene Abendlicht, dieser Staub in der Luft. Diese eine Mähne, die immer so weht, als würde jemand danebenstehen und föhnen. Technisch kann das beeindruckend sein. Trotzdem bleibt manchmal dieses Gefühl: Zu perfekt.

Wenn du dich als persönliche, nahbare Trainerin oder Physiotherapeutin zeigst, erwarten deine Leute auch in deinen Texten etwas von dir. Deine Art zu erklären. Deine Erfahrungen. Vielleicht einen Satz, der ein bisschen kantig ist, den aber genau du so sagen würdest. Daran erkennen sie dich wieder.

Mein Realitätscheck: Wasserzeichen und KI-Detektoren

Ich wollte wissen, wie es bei uns aussieht. Dafür habe ich zwei unterschiedliche Dinge getestet. Zunächst ein Tool, das unter anderem nach unsichtbaren Sonderzeichen in Texten sucht. Danach Pangram, einen KI-Detektor. Diese beiden Prüfungen muss man auseinanderhalten.

Ein unsichtbares Zeichen erzählt noch keine Entstehungsgeschichte

Der erste Test wurde durch die Diskussion über KI-Wasserzeichen ausgelöst. Das Tool konnte unsichtbare Sonderzeichen finden und entfernen. Im Test unserer 191 veröffentlichten Blog- und Podcastartikel war genau einer auffällig, mit harmlosen Zeichen.

Nachdenklich machten mich andere Treffer: Gesammelte Mitgliederkommentare, also Texte, die echte Menschen mit dem Daumen am Handy geschrieben hatten. Auch darin steckten Zeichen, die das Tool markierte.

Für mich war damit klar, wie vorsichtig ich solche Ergebnisse behandeln muss. Ein auffälliges Zeichen erklärt noch nicht, wie ein Text entstanden ist. Und eine Datei ohne Treffer sagt ebenfalls nichts darüber aus, wer die Sätze formuliert hat.

Das zeigte auch eine Gegenprobe. Ein mit Claude formulierter Text hatte in dieser Prüfung keine verdächtigen Zeichen. Pangram stufte denselben Text trotzdem als KI ein. Die beiden Werkzeuge betrachteten offensichtlich unterschiedliche Eigenschaften.

Was ich mit Pangram getestet habe

Über zwei Tage habe ich 19 Tests durchgeführt. Darunter waren alte Artikel, Newsletter, überarbeitete Blogbeiträge und Podcast-Transkripte. Mich interessierte besonders, wie sich Originalfassungen und spätere Überarbeitungen unterscheiden.

Pangram zeigte mir neben einer Gesamtbewertung auch einzelne Textabschnitte an. Texte, die Veronika selbst geschrieben oder frei gesprochen hatte, wurden in meinen Tests als menschlich eingestuft. Viele von KI ausformulierte Texte bekamen dagegen hohe KI-Bewertungen, obwohl Veronika sie fachlich geprüft und freigegeben hatte.

Das waren Ergebnisse meiner Testreihe. Daraus lässt sich keine allgemeine Trefferquote ableiten. Die Anzeige eines Detektors bleibt eine Einschätzung. Sie beantwortet auch nicht die Frage, ob ein Text fachlich stimmt oder hilfreich ist. Genau diese Unterscheidung war für mich beim Einordnen der Ergebnisse wichtig.

Der Unterschied steckte im Originalwortlaut

Die aufschlussreichste Stelle kam beim Vergleich zweier überarbeiteter Artikel. Ich hatte ältere Blogbeiträge aktualisiert, neu strukturiert und mit zusätzlichem Material ergänzt. Die Originalfassungen waren noch vorhanden, ich konnte also direkt vergleichen.

Beim Artikel über Fesselträgerschäden wurde das Original als menschlich eingestuft. Die überarbeitete Fassung bekam eine KI-Bewertung von 80 Prozent. Ich schaute mir an, welche Absätze Pangram dort noch als menschlich markierte. Es waren genau die drei Stellen, an denen wir Veronikas Originalwortlaut übernommen hatten.

Darunter war ihr Vergleich mit den Sehnenfasern: Gesunde Fasern stehen wie Zinnsoldaten nebeneinander, geschädigte laufen wie eine Horde Kindergartenkinder durcheinander. Das ist ein sprachliches Bild aus ihrer Erklärung, an dem man ihre Art sofort wiedererkennt.

Beim zweiten Artikel ging es ums Inhalieren. Dort war der Originaltext weitgehend stehen geblieben. Die KI hatte vor allem den Einstieg und die Struktur ergänzt. Das Ergebnis lautete diesmal 90 Prozent menschlich und 10 Prozent KI.

Die Zahlen selbst sind für meinen Schreibprozess nicht das Ziel. Interessant war, was im Text erhalten geblieben war. In den Originalpassagen steckten die Vergleiche, die Formulierungen und der Rhythmus der Person, von der das Fachwissen kam. Die neue Erklärschicht drumherum hatte viel davon glattgezogen.

Wenn ich aus einer Podcastfolge einen Artikel mache, möchte ich genau diese Stellen behalten. Eine gute Überschrift und eine verständliche Gliederung helfen beim Lesen. Dafür muss ich nicht jeden Absatz komplett neu formulieren lassen.

Warum eine fachliche Freigabe die Sprache nicht automatisch verändert

Ich war mit einer Annahme in die Tests gegangen: Wenn Veronika einen KI-Entwurf prüft und überarbeitet, müsste sich das auch deutlich in der sprachlichen Bewertung zeigen. Bei einem Artikel waren Entwurf und freigegebene Fassung aber bis auf die Zeichensetzung wortgleich.

Das ist gut nachvollziehbar. Beim fachlichen Lesen prüft sie die Aussagen, ihre Haltung und mögliche Fehler. Wenn das stimmt, gibt es keinen zwingenden Anlass, jeden Satz umzuschreiben. Diese Kontrolle ist wichtig. Sie hat nur eine andere Aufgabe als die Arbeit am persönlichen Wortlaut.

Für mich ergeben sich daraus zwei Fragen beim Überarbeiten: Ist die Aussage richtig? Und würde die Person, unter deren Namen der Text erscheint, das auch so sagen?

Die zweite Frage lässt sich nicht allein mit „Klingt professionell“ beantworten. Ein Text kann tadellos formuliert sein und trotzdem fremd wirken. Lies einen Absatz laut vor. Wo du ins Stolpern kommst oder innerlich denkst „So rede ich doch überhaupt nicht“, lohnt sich ein genauer Blick.

Ein Wechsel des Sprachmodells löste das in meiner kleinen Gegenprobe übrigens auch nicht. Texte von ChatGPT, Gemini und Claude wurden alle als KI eingestuft. Für mich war das ein weiterer Anlass, bei unserem Ausgangsmaterial anzusetzen.

Wie ich KI für diesen Podcast nutze

Ich fände es unfair, über Ehrlichkeit bei KI-Texten zu sprechen und meine eigene Arbeitsweise auszulassen. Meine Solo-Folgen entstehen mit KI-Unterstützung beim Skript.

Ich recherchiere, ich entscheide, was reinkommt und was nicht. Ich arbeite tagtäglich viel mit KI in meinem Second Brain. Darin liegt auch das Material, aus dem solche Folgen entstehen: Beobachtungen, Tests, Entscheidungen und Erfahrungen aus meiner Arbeit.

Wenn ein Thema eine Folge wert ist, lasse ich daraus eine Gliederung und ein grobes Skript erstellen. Das liegt beim Aufnehmen vor mir und hilft mir, von Punkt A nach B zu kommen. Manchmal halte ich mich dran, manchmal lese ich einen Satz wörtlich ab. In der Regel erzähle ich aber rechts und links noch ein bisschen dazu.

In meiner Testreihe bekam sogar das Transkript einer aufgenommenen Solo-Folge die Bewertung „100 Prozent KI“. Es war die Verschriftlichung dessen, was ich tatsächlich eingesprochen hatte, einschließlich meiner Ergänzungen. Meine freien Gesprächsanteile aus einem Interview wurden dagegen als menschlich eingestuft.

Ich sehe darin keinen Grund, das Werkzeug wegzuwerfen. Ich möchte künftig mehr von meinen eigenen Sätzen stehen lassen. Und ich möchte, dass du von mir erfährst, wie die Folgen entstehen. Ich lese sie ein und ich stehe mit meinem Namen dafür gerade.

Vier Gewohnheiten, die austauschbare Texte begünstigen

Jedes Mal mit einem leeren Chat anfangen

Du öffnest ein neues Fenster und schreibst: „Schreib mir einen Instagram-Post über Hufrehe.“ Die KI weiß nichts über dich. Sie kennt weder deine Art zu reden noch das, was du niemals sagen würdest. Also gibt sie dir, wie ich es in der Folge formuliert habe, „den Durchschnitt aus dem halben Internet“.

Hilfreicher ist eigenes Ausgangsmaterial: Eine Erklärung, ein vorhandener Artikel, eine Sprachnotiz und ein paar klare Angaben darüber, für wen du schreibst. Dann hat das Werkzeug etwas, mit dem es arbeiten kann.

Fremde Prompts übernehmen, ohne sie zu verstehen

Ein fertiger Prompt kann Anregungen geben. Wenn du aber nicht weißt, warum er etwas verlangt und ob das zu dir passt, bleibt das Ergebnis schwer einzuschätzen. Du brauchst genug Verständnis, um die Antwort beurteilen und den Auftrag verändern zu können. Ich bin Team Kopf einschalten und mitdenken.

Nur das Thema liefern und den ganzen Wortlaut abgeben

Den Fehler habe ich selbst lange gemacht. Die Expertise steckt vielleicht noch in der Idee, aber die Ausformulierung übernimmt vollständig die KI. Dabei verschwinden schnell die kleinen Vergleiche und konkreten Beobachtungen, die einen Text erst zu deinem machen.

Mehr veröffentlichen, weil es so schnell geht

Plötzlich sind fünf Posts am Tag möglich. Ob jemand sie lesen möchte, ist damit noch nicht beantwortet. Ich würde zuerst prüfen, was ein Beitrag erzählt und ob darin etwas Eigenes steckt. Zusätzliche Veröffentlichungen gleichen fehlende Substanz nicht aus.

Bei uns hilft dafür eine gemeinsame Grundlage im Second Brain. Dort steht, wie wir arbeiten, welche Quellen wir haben und wo unsere Grenzen liegen. Wie das aufgebaut ist, beschreibe ich in Folge 28 zum Second Brain. Darunter liegen Jahre eigener Arbeit, auf die wir zurückgreifen können.

So bleibt deine Stimme in einem KI-unterstützten Text

Sprich zuerst selbst über dein Thema

Nimm dein Handy, geh raus, lauf zum Stall und sprich fünf Minuten frei über dein Thema. So wie du es einer Kundin am Putzplatz erklären würdest.

Das ist mein praktischster Tipp aus dieser Folge. Beim freien Erzählen kommen oft Bilder, Vergleiche und Formulierungen heraus, die dir am Schreibtisch nie eingefallen wären. Du erklärst, was dir an der Sache wichtig ist. Vielleicht erzählst du auch, wo eine pauschale Antwort nicht reicht.

Lass diese Aufnahme transkribieren. Anschließend kann die KI Wiederholungen kürzen, passende Zwischenüberschriften finden und eine Reihenfolge vorschlagen. Gib ihr ausdrücklich mit, deine Formulierungen und Beispiele zu erhalten. Prüfe hinterher, ob sie das auch getan hat und ob beim Kürzen etwas Wichtiges verloren ging.

Für einen Blogartikel dürfen außerdem eine kurze Übersicht, verständliche Antworten auf häufige Fragen und passende Links dazukommen. Das macht den Text zugänglich, ohne dass jeder Satz eine neue sprachliche Verpackung braucht.

Erkläre, wie du arbeitest

Bei Kernkompetenz Pferd haben wir eine Seite zu unserem KI-Einsatz veröffentlicht. Dort erklären wir, woher das Fachwissen kommt, wobei KI hilft und welche Aufgaben Veronika selbst übernimmt.

Diese Offenheit ist mir auch beim KI-Tüpfelchen wichtig. Wer mir zuhört oder meine Texte liest, soll die Arbeitsweise einordnen können. Dafür braucht es eine verständliche Erklärung, wie aus eigener Erfahrung, vorhandenen Inhalten und KI-Unterstützung ein Beitrag entsteht.

Lass dir die Arbeit erleichtern und prüfe das Ergebnis

Ich bin kein bisschen KI-skeptisch. Ich bin dafür, dass du sie nutzt: Für die Struktur deiner Kursunterlagen, für den nächsten Newsletterbetreff, für die lästigen Sachen, die dich sonst den Sonntagabend kosten.

Nutze sie da, wo sie dich wirklich entlastet. Mit Kopf, mit Kontrolle und mit einem Menschen am Ende, der noch einmal prüft und eingreift, wenn etwas nicht stimmt. Das gehört für mich genauso zum Prozess wie die Zeitersparnis.

Fünf Fragen für deinen nächsten Text

Nimm einen deiner letzten Beiträge und geh ihn einmal durch:

  1. Wo stehen meine eigenen Sätze? Suche konkrete Formulierungen, die aus deiner Erklärung oder deinem Originalmaterial stammen.
  2. Welcher Vergleich ist wirklich meiner? Gibt es ein Bild, mit dem du das Thema auch im Gespräch erklären würdest?
  3. Welche eigene Erfahrung steckt darin? Kann die Leserin erkennen, was du selbst beobachtet, ausprobiert oder gelernt hast?
  4. Würde ich das am Putzplatz so sagen? Lies den Text laut und markiere Stellen, die sich fremd anfühlen.
  5. Kann ich offen erklären, wie er entstanden ist? Weißt du, was von dir kommt, was die KI beigetragen hat und wer die Aussagen geprüft hat?

Du brauchst dafür keinen Detektor. Du brauchst dein Ausgangsmaterial und einen ehrlichen Blick auf den fertigen Beitrag.

Häufige Fragen zu KI-Texten und Vertrauen

Was bedeutet KI-Allergie?

So nenne ich das Misstrauen, das beim Lesen vermeintlich KI-generierter Texte entstehen kann. Ein Beitrag wird innerlich abgehakt, obwohl sein Inhalt möglicherweise hilfreich ist. Der Begriff beschreibt meine Beobachtung und keine medizinische Diagnose.

Können KI-Detektoren beweisen, wer einen Text geschrieben hat?

Eine Detektorbewertung sollte nicht als Beweis für die Entstehungsgeschichte behandelt werden. In meiner Testreihe waren die Unterschiede zwischen Originalen und Überarbeitungen aufschlussreich. Ob ein Text fachlich richtig ist oder sorgfältig geprüft wurde, lässt sich aus den angezeigten Prozentwerten nicht ablesen.

Wie klingen KI-unterstützte Texte mehr nach mir?

Gib deinen eigenen Wortlaut als Grundlage hinein, etwa aus einer Sprachnotiz oder einem Transkript. Lass die KI daraus eine Struktur bauen und Wiederholungen kürzen. Kontrolliere anschließend, ob deine Beispiele und Formulierungen erhalten geblieben sind.

Reicht es, einen KI-Entwurf fachlich freizugeben?

Für die persönliche Sprache ist zusätzlich ein Blick auf die Formulierungen nötig. Eine fachliche Prüfung kann ergeben, dass alle Aussagen stimmen, obwohl der Text weiterhin vollständig im Wortlaut der KI steht. Frage dich deshalb auch, ob du die Sätze selbst so sagen würdest.

Verwendest du beim KI-Tüpfelchen selbst KI?

Ja. Ich nutze KI unter anderem für Gliederungen, Skripte und die Aufbereitung meiner Inhalte. Themenauswahl, Erfahrungen und Entscheidungen kommen von mir. Bei der schriftlichen Aufbereitung sollen möglichst viele meiner ursprünglichen Erklärungen erhalten bleiben. Auch dieser Artikel ist mit KI-Unterstützung aus dem Transkript von Folge 30 entstanden.

Was ich aus den Tests mitnehme

Für mich war die wichtigste Entdeckung, wie viel beim vollständigen Neuformulieren verloren gehen kann. Der fachliche Inhalt bleibt stehen, aber die Person wird sprachlich kaum noch hörbar. Seitdem schaue ich bewusster darauf, wessen Sätze im fertigen Text übrig sind.

Ich möchte KI weiter nutzen und offen darüber sprechen. Gleichzeitig möchte ich die Stellen erhalten, an denen man mich oder Veronika wiedererkennt. Gerade diese eigenen Erklärungen sind das Material, mit dem ich weiterarbeiten will.

Wenn du deine Texte mit den fünf Fragen durchgehst, schreib mir gerne, was dir auffällt. Auch Themenwünsche für kommende Folgen nehme ich mit: hendrik@ki-tuepfelchen.de.

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