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20 min

Sonderfolge: Vertrauen aufbauen und Freebies mit KI erstellen

Verkaufen ist 2026 schwieriger geworden – das fehlende Puzzlestück heißt Vertrauen. Hendrik zeigt am Live-Beispiel von Kernkompetenz Pferd, wie man mit KI-Unterstützung einen Freebie-Prozess aufbaut, der vom ersten Kontakt zum zahlenden Kunden führt.

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Das nimmst du mit

  • In 2026 kaufen Menschen nicht dein Wissen oder deine Expertise – sie kaufen das Vertrauen, dass du sie von A nach B bringst. Und dieses Vertrauen ist ein Prozess, kein Schalter.
  • Touchpoints bauen Vertrauen auf: Jeder Podcast, jeder Newsletter, jedes Freebie ist ein kleiner Vertrauensvorschuss – vom 2-Euro-Kaffee bis zum 100-Euro-Investment.
  • Bei Kernkompetenz Pferd wurde mit KI ein kompletter Freebie-Funnel für den Wurmkurs aufgebaut – rückwärts vom Produkt zum ersten Kontaktpunkt.
  • Zwei Wissenscontainer machen den Unterschied: Brand Voice (wie spricht die Marke?) und fachliche Inhalte (Kursinfos, Community-Feedback, Fragestunden-Transkripte, echte Kundensorgen).
  • KI kann den gesamten Funnel-Prozess unterstützen – aber nur, wenn sie mit echtem Kundenwissen gefüttert wird, nicht mit generischem Marketing-Bla.

Warum eine Sonderfolge?

Aus gegebenem Anlass gibt es diese Folge außerhalb des gewohnten Rhythmus. Der KI Business Club veranstaltet eine Workshop-Serie: zwei Workshops, in denen ein super relevantes Thema auf den Tisch kommt und mit KI-Unterstützung durchgearbeitet wird. Und Hendrik will anhand eines Live-Beispiels von Kernkompetenz Pferd zeigen, was damit gemeint ist.

Das Grundproblem: Verkaufen ist 2026 schwieriger geworden

Wer selbstständig ist, besonders im Online-Bereich, hat es gemerkt: Das Verkaufen von Produkten und Dienstleistungen ist nicht leichter geworden. Für viele ist es sogar deutlich schwieriger. Der Knackpunkt heißt Vertrauen.

In Zeiten von KI ist Wissen überall. Informationen sind überall. Der Vergleich mit dem Sixpack passt: Jeder weiß, was man für ein Sixpack machen müsste – trainieren, gesund ernähren, ausreichend und konsequent. Trotzdem hat kaum jemand eins. Und genauso ist es bei vielen Themen: Das Wissen ist verfügbar, aber die Umsetzung bleibt aus.

Die Zielgruppe will nicht dein Wissen. Sie will nicht deine Expertise oder Historie. Sie will das Vertrauen und die Sicherheit, dass du sie von A nach B bringst. Und dieses Vertrauen aufzubauen ist ein Prozess, kein Schalter.

Die 2-Euro-Kaffee-Geschichte

Stell dir vor: Du hörst schon die zwanzigste Folge dieses Podcasts, kennst die Stimme, die Art zu erklären. Dann triffst du Hendrik zufällig auf einer Messe. Ihr kommt ins Gespräch. Er hat sein Portemonnaie im Auto vergessen und fragt: Kannst du mir zwei Euro für einen Kaffee leihen?

Wahrscheinlich sagst du: Klar, hier nimm. Du kennst ihn nicht persönlich, aber du hast 20 Folgen gehört. Du weißt, wie er tickt. Zwei Euro, kein Ding.

Ein paar Wochen später, nächste Veranstaltung: Kannst du mir 100 Euro leihen? Kriegst du gleich wieder, plus 20 Euro obendrauf. Wenn du das Geld dabei hast, machst du es wahrscheinlich. Beim letzten Mal hat es gepasst, die 2 Euro kamen zurück. Vertrauenswürdig.

Und irgendwann – nach ein paar Treffen, einem Freebie, vielleicht einem Workshop – bist du bereit, mehr zu investieren. Weil du weißt: Bei dem kriege ich Mehrwert. Der liefert ab.

Genau so funktionieren Touchpoints. Du gibst was, du bekommst einen Vertrauensvorschuss. Die Zielgruppe wird nicht enttäuscht. Beim nächsten Mal sind sie bereit, ein bisschen mehr zu geben.

Das Praxis-Beispiel: Wurmkurs bei Kernkompetenz Pferd

Innerhalb der Kernkompetenz-Pferd-Welt gibt es den Wurmkurs: sechs Module zum Thema Entwurmung und Parasitologie beim Pferd. Fachlich und medizinisch top, kurzweilig aufgearbeitet, Mythen entlarvt, alltagstauglich. Jeder Pferdebesitzer sollte ihn gemacht haben.

Aber: Der Kurs war bisher nur Teil der KKP-Community, kein eigenständiges Produkt. Es gab kein Freebie, keinen Funnel, der dahinführt. Das sollte sich ändern.

Rückwärts vom Produkt zum Freebie

Das Pferd wurde sprichwörtlich von hinten aufgesattelt. Nicht die Kursinhalte erstellt (die gab es schon), sondern den Prozess aufgebaut: Vom Null-Kontakt zum zahlenden Kunden.

Zwei Wissenscontainer für die KI

Container 1 – Brand Voice: Wie spricht Kernkompetenz Pferd? Wie klingt Veronika? Wie kommuniziert die Marke? Damit die KI die richtige Schnauze trifft.

Container 2 – Fachliches Wissen: Hier wurde richtig tief gegraben:

  • Alle Informationen zum Kurs
  • Alle Informationen zur Zielgruppe
  • Sämtliche Kommentare von Teilnehmern innerhalb der Community
  • Alles an Feedback zum Kurs
  • Fragen, Kommentare und Statements der Community
  • Transkripte der Fragestunden mit Parasitologie-Expertin Nana Keck

Damit hat die KI nicht nur Hard Facts bekommen, sondern auch Soft Facts: die größten Sorgen und Ängste, die tiefgehenden Fragen, das Mindset der Zielgruppe rund um dieses emotionale Thema.

Der Workflow

Mit all diesem Wissen wurde mit KI-Unterstützung rückwärts gearbeitet:

  1. Freebie-Idee entwickeln: Was ist der erste Touchpoint? Was ist der erste kleine Nugget, der einer Person ein bisschen mehr Klarheit bringt?
  2. Vorwärts zum Produkt: Mit dem gesammelten Wissen eine optimierte Customer Journey aufbauen – die Begleitung vom Freebie zum Kurs.

Das Entscheidende: Die KI konnte den Prozess nur deshalb so gut unterstützen, weil sie mit echtem Kundenwissen gefüttert wurde. Nicht mit generischem Marketing-Bla, sondern mit realen Fragen, echten Sorgen und der tatsächlichen Sprache der Zielgruppe.

KI Business Club Workshop

Der KIBC bietet genau diesen Prozess als Workshop-Serie an: In zwei Sessions wird mit KI-Unterstützung ein Freebie erarbeitet, das zu einem Produkt hinführt und genau die Wunschkunden anzieht. Das Ganze so, dass die Zielgruppe sich nicht von KI überrumpelt fühlt.